Behinderungen

 

Geistige BehinderungLernbehinderungAutismusKörperbehinderungInklusion

Grade der geistigen Behinderung

[aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Geistige_Behinderung Stand: 12.02.2011]

Die ICD-10-Klassifikation teilt die geistige Behinderung in verschiedene Grade ein. Dies sind:

Leichte geistige Behinderung (auch leichte Intelligenzminderung, früher Debilität), ICD-10 F70

Der Intelligenzquotient liegt zwischen 50 und 69. Die Betroffenen haben Schwierigkeiten in der Schule und erreichen als Erwachsene ein Intelligenzalter von 9 bis unter 12 Jahren. Viele Erwachsene können arbeiten und gute soziale Beziehungen pflegen.

Mittelgradige geistige Behinderung (auch mittelgradige Intelligenzminderung, früher Imbezillität), ICD-10 F71

Der Intelligenzquotient liegt zwischen 35 und 49. Dies entspricht beim Erwachsenen einem Intelligenzalter von 6 bis unter 9 Jahren. Es kommt zu deutlichen Entwicklungsverzögerungen in der Kindheit. Die meisten können aber ein gewisses Maß an Unabhängigkeit erreichen und eine ausreichende Kommunikationsfähigkeit und Ausbildung erwerben. Erwachsene brauchen in unterschiedlichem Ausmaß Unterstützung im täglichen Leben und bei der Arbeit.

Schwere geistige Behinderung (auch schwere Intelligenzminderung, früher Imbezillität), ICD-10 F72

Der Intelligenzquotient liegt zwischen 20 und 34. Dies entspricht beim Erwachsenen einem Intelligenzalter von 3 bis unter 6 Jahren. Da die Betroffenen nicht lesen und schreiben lernen und keine allgemeinbildende Schule besuchen können, besuchen sie eine Schule für praktisch Bildbare (auch Förderschule), wo sie lebenspraktische Bildung erhalten. Andauernde Unterstützung ist nötig.

Schwerste geistige Behinderung (auch schwerste Intelligenzminderung, früher Idiotie), ICD-10 F73

Der Intelligenzquotient liegt unter 20. Dies entspricht beim Erwachsenen einem Intelligenzalter von unter 3 Jahren. Die eigene Versorgung, Kontinenz, Kommunikation und Beweglichkeit sind hochgradig beeinträchtigt.

Dissoziierte Intelligenz, ICD-10 F74

Es besteht eine deutliche Diskrepanz von mindestens 15 IQ-Punkten z. B. zwischen Sprach-IQ und Handlungs-IQ.

Andere geistige Behinderung (auch andere Intelligenzminderung), ICD-10 F78

Diese Kategorie sollte nur verwendet werden, wenn die Beurteilung der Intelligenzminderung mit Hilfe der üblichen Verfahren wegen begleitender sensorischer oder körperlicher Beeinträchtigungen besonders schwierig oder unmöglich ist, wie bei Blinden, Taubstummen, schwer verhaltensgestörten oder körperlich behinderten Personen.

Nicht näher bezeichnete geistige Behinderung (auch nicht näher bezeichnete Intelligenzminderung), ICD-10 F 79

Die Informationen sind nicht ausreichend, die Intelligenzminderung in eine der oben genannten Kategorien einzuordnen.

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Lernbehinderung

[aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Lernbehinderung Stand: 12.02.2011]

In der ICD-10-Klassifikation gibt es verschiedene Umschreibungen für die Lernbehinderung. Diese Störungen werden unter die Entwicklungsstörungen gerechnet und tragen die Chiffre ICD-10 F81. Dies sind vor allem:

Die grenzwertige Intelligenz (auch: Grenzdebilität oder niedrige Intelligenz) wird in der ICD-10-Klassifikation nicht gesondert aufgeführt. Sie gilt als unterdurchschnittliche Intelligenz mit einem Intelligenzquotienten von 70 bis 85. Menschen mit einer Lernbehinderung haben Schwierigkeiten, sich auf kognitivem Weg Kenntnisse anzueignen, leiden häufig unter Lernschwierigkeiten und besuchen deshalb oft eine Schule für Lernbehinderte.

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Autismus

[aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Autismus

Stand: 13.02.2011]

[aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Frühkindlicher_Autismus

Stand: 13.02.2011]

Symptome

Der frühkindliche Autismus führt zu einer vielfältigen Art von Behinderungen, besonders im Bereich der Entwicklung, des Sozialverhaltens, der Wahrnehmung und der Kommunikation.

Fasst man die beiden international anerkannten Klassifikationssysteme ICD-10 und DSM-IV zusammen, erkennt man folgende übereinstimmende Merkmale:

Zudem wird bei ICD-10 als Merkmal noch „unspezifische Probleme wie Befürchtungen, Phobien, Schlaf- und Essstörungen, Wutausbrüche, Aggressionen, Selbstverletzungen“ aufgeführt.

Ein Merkmal des frühkindlichen Autismus kann u. a. Abkapselung von den Mitmenschen sein. Für manche autistische Menschen ist es kaum möglich, eine Beziehung zu Personen aufzubauen. Oft scheint es so, als zeigen sie mehr Freude bei der Beschäftigung mit Gegenständen als im persönlichen Kontakt zu Mitmenschen gleichen Alters. Andere zeigen Interesse am Sozialkontakt, leiden dann aber oft darunter, dass sie aufgrund ihrer Probleme im Sozialverhalten bei anderen Menschen anecken und ausgegrenzt werden.

In manchen Fällen entwickeln sie sich schon in den ersten Lebensmonaten auffällig. In anderen Fällen verläuft die frühkindliche Entwicklung anfangs (scheinbar) normal, Auffälligkeiten werden teils erst im zweiten oder dritten Lebensjahr sichtbar. Weiterhin gibt es den Verlauf, dass es nach einer anfangs (scheinbar) normalen Entwicklung im zweiten oder dritten Lebensjahr zu einem Verlust der bereits erworbenen sozialen und kommunikativen Fähigkeiten kommt.

Veränderungsangst: teils reagieren autistische Menschen mit Angst– und Panikzuständen, wenn etwas nicht nach dem geregelten Tagesablauf auftritt oder andere Erwartungen (z. B. der Platz, an dem die Möbel stehen) nicht erfüllt werden.

Kanner-Autisten haben meist starke Sprachauffälligkeiten. Ungefähr die Hälfte der Kanner-autistischen Menschen kann sich nicht lautsprachlich äußern. Diejenigen, die sprechen können, haben oft Sprachauffälligkeiten (beispielsweise monotone Sprachmelodie; wortwörtliches Verständnis von Sprache). Im allgemeinen sind Artikulation und Grammatik weniger betroffen, oft etwas stärker die Semantik und oft ganz stark der sachgerechte Gebrauch der Sprache, denn dieser bereitet oft am meisten Schwierigkeiten. Helfen können Zeichnen bzw. Malen, um die Sinneswahrnehmungen zu schulen, zur unterstützenden Kommunikation das Schreiben. Ängste werden abgebaut, in denen die Betroffenen auf dem Computer oder Rechner sich schriftlich ausdrücken lernen oder mit Tonbandaufnahmen und dem anschließenden Abspielen ihre Sprache trainieren.

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Körperbehinderung

[aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Körperbehinderung

Stand: 13.02.2011]

Nach Christoph Leyendecker wird eine Person als körperbehindert bezeichnet, die infolge einer Schädigung des Stütz- und Bewegungsapparates, einer anderen organischen Schädigung oder einer chronischen Krankheit so in ihren Verhaltensmöglichkeiten beeinträchtigt ist, dass die Selbstverwirklichung in sozialer Interaktion erschwert ist (vgl. Leyendecker 2005).

Schönberger unterscheidet zwei Aspekte oder Ebenen der Körperbehinderung:

Demgegenüber besagen neuere Sichtweisen und Erkenntnisse, dass eine Behinderung nicht durch individuelle Faktoren entsteht (z.B. körperliche Beeinträchtigung), sondern durch Barrieren in der Umwelt, die es Menschen mit Beeinträchtigungen nicht erlauben, gleichberechtigt in der Gesellschaft teilzuhaben. „Je ungünstiger die Umweltbedingungen sind, desto eher erhält eine Beeinträchtigung das Gewicht der Behinderung. Dementsprechend sind in sozio-ökonomisch benachteiligten Milieus relativ große Anteile an Behinderungen zu erwarten.“ [1]

Insoweit eine Einschränkung der kognitiven Leistungsfähigkeit gegeben ist, ist die Abgrenzung zwischen Körperbehinderung und kognitiver Behinderung unscharf; sie wird unter anderem daran festgemacht, inwieweit körperliche Beeinträchtigungen des Gehirns Ursache für die reduzierte kognitive Leistungsfähigkeit sind. Körperliche Behinderung kann auch Teil einer Mehrfachbehinderung sein.

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Inklusion

[aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Inklusive_Pädagogik

Stand: 06.02.2015]

Inklusion – Was ist das eigentlich?
Viele  haben den Begriff schon gehört, was aber  steckt genau dahinter? Und was bedeutet Inklusion für jeden von uns persönlich?
Inklusion heißt wörtlich: Zugehörigkeit, also das Gegenteil von Ausgrenzung. Wenn jeder Mensch – egal ob mit oder ohne Behinderung – überall dabei sein kann, in der Schule und an seinem Arbeitsplatz, dort wo er wohnt, in der Freizeit, dann ist das gelungene Inklusion.
Inklusion ist ein Menschenrecht, das in der UN-Behindertenrechtskonvention festgeschrieben ist. Auch Deutschland hat diese Vereinbarung unterzeichnet – und in unserer Schullandschaft wird Inklusion umgesetzt.

Was ist Inklusion? Eine Erklärung in Leichter Sprache

Auf dem Weg zur inklusiven Schule

Fragen und Antworten zum „Ersten Gesetz zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in den Schulen“

Was ist Inklusion?

Behindertenrechtskonvention Broschuere UN Konvention

Wie wird der integrative Unterricht beim Gemeinsamen Lernen (GL) umgesetzt?
Hierzu gibt die Bezirksregierung weiter Auskünfte in dem Manual zur Erstellung eines schulischen Konzeptes: Manual Inklusion 2015